Reglement 2020

Programmgestaltung

Die Nonfiktionale zeigt deutschsprachige Dokumentarfilme und präsentiert sich jedes Jahr unter einem anderen Motto. Entscheidend für die Filmauswahl ist der thematische Bezug zum Motto. In unserem Programm streben wir eine Bandbreite filmischer Zugänge und inhaltlicher Facetten an. Besonders wichtig sind uns die Gespräche im Anschluss an die Vorführungen. Im Dialog zwischen Filmemachern, Branchenvertretern und Publikum werden die Filme diskutiert und Aspekte des Filmschaffens kritisch beleuchtet.

Motto 2020 "Wort für Wort"

Film fängt da an, wo Sprache aufhört. Und so ist auch der Dokumentarfilm zunächst ein erzählendes Medium des bewegten Bildes. Die Mittel des Erzählens wiederum sind überaus vielgestaltig. In der Regel kommt hier die Sprache wieder ins Spiel, in Gesprächen mit den Protagonisten, in beobachteten Dialogen oder in Kommentaren. Zuweilen rückt dabei das gesprochene Wort bzw. der Text in den Mittelpunkt und wird zum tragenden dramaturgischen Element.

Mit dem aktuellen Motto Wort für Wort suchen wir Dokumentarfilme, die sich in der Dialektik von Bild und Wort auf die Seite der Sprache, des Textes, des Gesprochenen schlagen und ihre Dramaturgie darauf aufsetzen. Die Spannbreite reicht von filmischen Brückenschlägen zur Literatur, über den vom Erzählerkommentar getragenen Essayfilm bis hin zu Gesprächsfilmen, die sich voll und ganz dem Dialog verschrieben haben.

Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Filmerzählung? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es, um das Gesprochene ins Bild zu setzen? Wie wird ein literarischer Text zu einem genuin filmischen? Welche Qualitäten braucht ein Text oder ein Dialog, um einen Film zu tragen? Welche Anforderungen stellt dies an die Montage? Das Feld ist weit und spannend.

Junge Doks

Die Nonfiktionale setzt bewusst auch einen medienpädagogischen Akzent. In der Reihe Junge Doks werden Filmvorführungen speziell für Schulklassen unterschiedlicher Alterstufen angeboten. Das Programm wird von der Auswahlkommission aus den eingereichten Filmen zusammengestellt. Eine gesonderte Einreichung für die Junge Doks-Reihe ist nicht möglich.
 
Allgemeine Voraussetzungen

- Thematischer Bezug zum aktuellen Motto.  

- Die eingereichten Filme müssen deutschsprachig oder deutsch untertitelt sein.

- Es gibt keine Einschränkungen bei der Länge der Filme oder dem Produktionsjahr, neuere Produktionen werden jedoch bevorzugt.

- Folgende Formate können vorgeführt werden: DCP, Blu-ray.

- Der/die Filmemacher/in muss während der Nonfiktionale anwesend sein und im Anschluss an die Filmvorführung für ein Gespräch zur Verfügung stehen (in Ausnahmefällen kann ein anderes Teammitglied den/die Filmemacher/in vertreten). Die Nonfiktionale kommt für die Kosten der Unterbringung und eine Reisekostenpauschale auf.

- Die Einreichfrist für Filme mit dem Produktionsjahr 2018 und früher ist der 20. Oktober 2019 und für Filme mit dem Produktionsjahr 2019 der 20. November 2019

- Die Ansichtskopie (DVD) oder online-Link muss zusammen mit dem ausgefüllten Formular zur Filmanmeldung, einer Inhaltsangabe, der Stabliste und der Bio- und Filmographie des Regisseurs / der Regisseurin bis zu den obenstehenden Anmeldefristen an folgende Adresse geschickt werden:

        Nonfiktionale
        Oberländerstr. 32
        D-81371 München

        liebheit(at)nonfiktionale.de

Die Ansichtskopie wird nur zurückgeschickt, wenn ein frankierter Rückumschlag beigefügt wird.

Preise

- Der Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling in Höhe von 2.000 € wird für einen außergewöhnlichen Film vergeben, der vor dem Hintergrund des Festival-Mottos besonders überzeugt.
- Die herausragende Montage eines Film wird in Form eines hochwertigen Sachpreises ausgezeichnet.
- Der Bürgerpreis in Höhe von 750 € wird von Schülern des Gymnasiums Bad Aibling vergeben.
- Alle Filme des regulären Programms, die die allgemeinen Voraussetzungen erfüllen, laufen im Wettbewerb.
 
Bei Rückfragen können Sie sich gerne an uns wenden: info@nonfiktionale.de